Europas wilde Kornelkirsche.

Die Legende, das Holz, der Stock.

ÜBER MICH

In den achtziger Jahren erlernte ich den Beruf eines Schäfers. Danch übte ich ihn in traditioneller Form aus. Es war die schönste Zeit meines Lebens. Das Stöcke machen ist als fester Lebensbestandteil geblieben. Ein Haltepunkt. Wanderstöcke trug ich bei Ausflügen schon als Kind bei mir. 


Normale Schäferstöcke im Alltagsbetrieb oder gar persönlichen Auseinandersetzungen zu zerstören ist keine Kunst. Eine leidige Angelegenheit. Kornelkirschen sollten angeblich unzerstörbar sein. Es gab nur alte Erzählungen. Legenden, kein Internet und nur vage Ideen. Ich fragte viele ältere Menschen, Leute, die etwas wissen mussten. Diese Odyssee dauerte etwa zwei Jahre.

Ich erhielt endlich handfeste Hilfe. Die allererste Begegnung mit einem Kornelkirschenstrauch war ein Schock. Kaum ein Ast war länger als einen Meter lang und total verwachsen. Das soll also ernsthaft die Grundlage der Wunderwaffe sein, so fragte ich mich verwundert, fast ärgerlich. Einer war halbwegs gerade. Der war nach wenigen Monaten der Anfang vom Ende. Etwa 30 Jahre später fing ich mit der Kornelkirsche nochmal ganz neu von vorne an.

FRIEDA

Frieda

Noch eine kleine Sentimentalität. Frieda ist mit großen Doggen aufgewachsen und weiß eigentlich nicht dass sie ein Schaf ist. Sie ist ein typisches Kamerun Schaf. Es hat einige Zeit gedauert bis sie sich endlich mit den anderen Biorasenmähern anfreundete. Sie ist heute das Leit- wie Zugtier für die anderen Vierbeiner. 

HARBARTH

Die Herkunft unseres Familiennamens soll mit einem sehr speziellem Stückchen Holz zusammenhängen. Ein sehr einfach gehaltenes Holzschwert zeichnet sich laut Überlieferung für diese Namenskreation verantwortlich. Eine alte wie geheime Spezialkampfeinheit nutzte es. Heute würden diese Männer Special Forces genannt werden. 

Unsere Vorfahren kämpften in den alten Tagen nackt und rußgeschwärzt. Nachts schlugen diese Nahkampfspezialisten mit ihren Holzwaffen auf schwer gepanzerte Soldaten ein, wie auf gefüllte Weißblechdosen. Mit verheerenden Folgen. Eine äußerst erfolgreiche Guerillia Taktik.

Der Feind welcher das Weiß in ihren Augen im Mondlicht sah, war tot. Diese Männer, ohne Bedauern über den eigenen Lebensverlust, sorgten bei den Fremden für eine belastende Dauerunruhe. Von dieser mitteleuropäische Eliteeinhei, einer Geheimgesellschaft, ist der Name Harier erhalten geblieben, ebenso wie einige ihrer Holzwaffen. Es ist unglaublich, dass die perfekten römischen Legionäre schwere Verluste gegen ein so einfaches Gerät erlitten haben. 

Mit der schleichenden Romanisierung trugen diese Krieger schließlich selbst Rüstungen. Einhundert Prozent der persönlichen Eliteeinheiten der römischen Kaiser bestand aus Männern des sogenannten Germanischen Raumes. Bis auf zwei Kaiserliche Ausnahmen. Diese waren selbst Germanen und trauten ihren eigenen Leuten nicht. Achtzig Prozent aller römischen Offiziere entstammten ebenfalls germanischen Ursprungs. Die politisch aktiven Gebrüder Grimm vergeistigten diese Männer als einen Jäger, den der Schneewittchen in den Wald führte.

Aus dem Harier, einem Mitglied einer nächtlichen Guerilliaeinheit, wurde Hariberath, der gerüstete Krieger. In der hochdeutschen Schreibweise änderte sich der Name in Harbarth. Entweder mit t oder th geschrieben. Wenn auch gesprochen mit weichem d, hat dies sicher nichts mit dem Harbard zu tun. Das wäre atsächlich zuviel der Ehre.

Zu ihrer Zeit kämpften solche Männer immer noch mit den Waffen die zu ihrer Kultur gehörten. Auch in den Arenen. Das war üblich. Je nach Landesherkunft für den Kitzel der Zuschauer. Interessierte kennen den Dreizack mit dem Netz zum Beispiel. Niemals jedoch werden Sie in einem Hollywoodfilm solche Beutegermanen mit ihren Holzkeulen sehen. Oder den kurzen schlagspeeren, Frame genannt. Im DDR Schulbuch war sie noch abgebildet. Eisenbeschlagen. Auf Stein eingemeißelt wurde ihnen ein Denkmal gesetzt. So zu sehen auf der Trajanssäule.

Interessant zu erfahren ist, dass es zwei Sklavenheere gab, die zum Spartakus Aufstand gehörten. Uns wird nur von den Fliehenden berichtet. Der zweite Teil entschied sich auf Gedeih und Verderb zum kompromisslosen Angriff gegen Rom. 

Es waren Germanen. Sie wurden zuerst gestellt. Sie hatten sich hauptsächlich mit einfachen Holzwaffen ausgerüstet. In der offenen Feldschlacht starben alle. Die römische Chronik vermerkte bedauernd, dass es die teuersten Sklaven Roms waren, die je verlustig gingen. Außerdem anerkennend dargelegt, dass nur bei einem einzigen Mann eine Wunde im Rücken gefunden werden konnte. Es sollen 5000 tapfere Männer gewesen sein.

HARIERSCHWERT

DAS HARIERSCHWERT

Der vermutete Namensgeber unserer Familie. Dieses Viertel stammt von einem toten Baum. Die Schweizer nennen diese dreikantige Form Toblerone. Sozusagen das Matterhorn aus Holz. Überreste von Holzschwertern wurden auf dem Schlachtfeld von Kalkriese ausgegraben. Bekannt als die Varus-Schlacht.

Diese Harier Schwerter sahen aus wie gespaltenes Holz für den Ofen. Nur viel länger. Das Gewicht wurde von den Wissenschaftlern nach Ausgrabungsfunden auf etwa drei englische Pfund geschätzt.

Quelle: Martial arts expert History Channel "Warriors",
Germania defeats Roman oppressors with Terry Schappert.
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