Europas wilde Kornelkirsche.

Die Legende, das Holz, der Stock.

ÜBER MICH

FRIEDA

Frieda

Eine kleine Sentimentalität. Frieda ist mit großen Doggen aufgewachsen und weiß eigentlich nicht dass sie ein Schaf ist. Es hat einige Zeit gedauert bis sie sich endlich mit den anderen Biorasenmähern anfreundete. Sie ist das Leit- wie Zugtier für die anderen Verbeiner. 

HIRTENSTÖCKE

HIRTENSTÖCKE

Vorn links zu sehen, eine Variaton nach Vorbild des italienischem Cowboys. Dem "Buttero", so ist der Name des berittenen Hirten. Hier im Bild als schwerere Ausführung zum wandern. Traditionell wird der Seitenast wie ein Nase belassen. Die Oberfläche hat zwei verschiedene Beizen um einen gestromten Effekt zu erzielen. Ein italienische Geologe wird damit regelmäßig zu seinem Vulkan aufsteigen.

Der zweite Stab, ist mein heutiges Weitwurfgerät. Naturbelassen. Der Stab lädt sich auf, wie eine gute Angelrute und gibt die Energie an alles weiter was auf der Schäferschippe liegt. Steine auf die Schippe springen lassen und damit zu werfen, nach wie vor ein beliebter Zeitvertreib der Schäfer. Angeblich sollen englische Hirten mit ähnlichen Geräten den Weg zum Golfsport geebnet haben. Mit den Kötteln der Schafe. Die sind sehr gut für die Rosen. Ich selber dünge damit die dornigen Schönheiten und steche mit der Schaufel bis heute die Unkräuter ... mit der Schäferschaufel in den Beeten aus. Weit weg von den Dornen.

Für den dritten Stab stand ein Bulgarischer Hirte Pate. Sein Schwarzweißbild auf Pinterest war die Vorlage. Der Stab ist in einem sehr gleichmäßigem Durchmesser gewachsen. Ein erfolgreicher Fachbuchautor nennt diese durchgängige Wachstumsform einen Löwenschwanz. Anstatt dem typischen Arbeitsgerät erhielt er eine Bergstockspitze. Der Nachfahre eines bulgarischen Schäfers nimmt ihn fortan in englischen Wäldern zum wandern. Robin Hood wäre mit Sicherheit neidig darauf.

Solcherlei Arbeitsstöcke begleiten mich seit meiner Ausbildung. Das war vor über vierzig Jahren. Meine Kollegen brauchten oft mehrere Stöcke pro Jahr. Einfach, weil sie dem Stress nicht standhalten konnten. Kälte wie Hitze, Nässe und Trockenheit. Mich nannte man den Diestelschäfer, daher, weil ich mit der Schäferschippe stets die Weiden von Kletten und Diesteln frei hielt. Dabei brach auch mir ein Stab immer mal ab. Nicht ungewöhnlich, Flurgrenzen wurden gern überschritten. Diese Weidegrund Streitigkeiten führten schon mal zu handfesten Auseinandersetzungen. Selbst auf so manchen Schäferfeste wurden die Schäferstöcke auf ihre Wehrfähigkeit erprobt. Es gab dann eine Menge Anzündholz für die Wirtsfrau. Zumeist aus Haselnuss.


Aber es gab etwas anderes, vom Hörensagen, die Kornelkirsche. Ein natürliches Supermaterial.  Hier vor Ort von den einfachen Bauern einfach nur Hartriegel genannt. Mit meinem Kornel Schäferstab steche ich nach wie vor das Unkraut aus, von Weide, Wiese und Gartenbeet. Einfach weil es bequem ist.

Die erste Botschaft, die mich elektrisierte, war, dass dieses Kornel Holz als Verriegelungsbolzen im Bauernhof vor schweren Holztoren verwendet wurde. Der Liebling der Kühe, ein 1000 Kilo Stier war sicher dahinter verwahrt. Wo sich bei Unwillen des Tieres, selbst der schwerste Metallriegel verbog, hielt sich tapfer das Kornelkirschen Material. 

Das Holz nutzte die Energie des Stiers und gab sie ihm zurück. Es bleibt in jeder Dimension sehr elastisch. Herlitze nannten die alteingesessenen Schäfer hier dieses Holz. Ihre Fundstellen hielten sie stets geheim.

Nach zwei Jahren vergeblicher Suche wurde mir eine gezeigt. 

Mein erster Hirtenstab aus Kornelbaum enstand. Der war die stärkste Weitwurfmaschine, die ich bis dato je hatte. Hart, elastisch und buchstäblich unverwüstlich. Nicht sehr elegant, denn ich hatte die Rinde zum allgemeinen Schutz drangelassen.

Allerdings war der Stab zu lang um unter dem Regenmantel zu verschwinden. Im Herbst lief mir das Wasser in die Stiefel und die Hand aus dem Regencape Schlitz herausgesteckt wurde fürchterlich kalt. Die Rettung sollte die Kürzung des Stabes vor Ort sein.

Nach drei Versuchen mit anschnitzen und dem schlagen über eine Betonkante war es geschafft. Allerdings gingen damit die Weitwurfeigenschaften verloren.

Nach meiner etwa 10 jährigen Hirtenzeit sprach ein junges Mädchen zu mir: "Bitte gib mir diesen Stock für die Gänse." Ich konnte nicht widerstehen. Sie hat bis heute eine tiefschwarze lockige Löwen Mähne. Was ich toll finde konnte sie an sich niemals ausstehen.

Da das Holz so fürchterlich hart war, der Aufwand es zu finden einer gefühlten Erdumrundung gleicht, habe ich nie wieder etwas mit diesem Holz gemacht. Nicht einmal für Freunde. Was mit einer jungen Mädchen endete, begann diesmal mit einer jungen Schamanin.

Ich zog alle verfügbaren Register heraus, um sie zu überraschen. Für dieses spezielle Projekt verbrachte ich etwa zweihundert Stunden. Es sollte das beste Holz sein was ich kannte. Natürliche Farben, Naturkleber, Bernsteinlack, echte Accessoires ... niemand sollte in der Lage sein, festzustellen, dass diese Teile, nicht von einem amerikanischen Ureinwohner gemacht worden sind. Das war mein privater Anspruch.

Mittlerweile habe ich für sie mehrere Arbeiten bereitgestellt und einen langen Dankesbrief erhalten den ich bestimmt über einhundert mal gelesen habe. So etwas kann ein Mann nicht erkaufen. Von einer Frau schon gar nicht. Das grandiose Feedback hatte mich bewogen diese sehr lebendigen Experimente fortzusetzen.

 

 

 

HARBARTH

HARBARTH

Die Herkunft unseres Familiennamens soll mit einem sehr speziellem Stückchen Holz zusammenhängen. Ein beliebtes Holzschwert für eine alte Spezialkampfeinheit wäre für diese Namenskreation verantwortlich.

Unsere Vorfahren kämpften in den alten Tagen nackt und rußgeschwärzt. Nachts schlugen diese Nahkampfspezialisten mit ihren Holzwaffen auf schwer gepanzerte Soldaten ein, wie auf gefüllte Weißblechdosen. Eine äußerst erfolgreiche Guerillia Taktik. Der Feind welcher das Weiß in ihren Augen im Mondlicht sah, war tot. Diese Männer, ohne Bedauern über den eigenen Lebensverlust, sorgten bei den Fremden für eine belastende Dauerunruhe. Von diesen germanischen Eliteeinheiten, einer Geheimgesellschaft, ist der Name Harier erhalten geblieben, ebenso wie einige ihrer Holzwaffen. Es ist unglaublich, dass die perfekten römischen Legionäre schwere Verluste gegen ein so einfaches Gerät erlitten haben. 

Mit der schleichenden Romanisierung trugen diese Krieger schließlich selbst Rüstungen. Einhundert Prozent der Eliteeinheiten der römischen Kaiser bestand aus Männern der Germanischen Raumes. Sie waren die Nachfolger der einheimischen Prätorianer, die Leibwache der römischen Kaiser. Bis auf zwei Kaiserliche Ausnahmen. Diese waren selbst Germanen und trauten ihren eigenen Leuten nicht. Achtzig Prozent aller römischen Offiziere entstammten ebenfalls germanischen Ursprungs. Die Gebrüder Grimm vergeistigten diese Männer als den Jäger,der Schneewittcen in den Wald führte ...

Aus dem Harier, einem Mitglied einer nächtlichen Guerilliaeinheit, wurde Hariberath, der gerüstete Krieger. In der hochdeutschen Schreibweise änderte sich der Name in Harbarth. Entweder mit t oder th geschrieben, gesprochen mit weichem d.

Zu ihrer Zeit kämpften solche Männer immer noch mit den Waffen die zu ihrer Kultur gehörten. Auch in den Arenen. Das war üblich. Je nach Landesherkunft für den Kitzel der Zuschauer. Interessierte kennen den Dreizack mit dem Netz zum Beispiel. Niemals jedoch werden Sie in einem Hollywoodfilm Germanen mit ihren Holzkeulen sehen. Oder den kurzen Speeren, Frame genannt. Im DDR Schulbuch war sie noch abgebildet. Eisenbeschlagen. Auf Stein eingemeißelt ist ihnen jedoch ein Denkmal gesetzt worden. So zu sehen auf der Trajanssäule.

Wer sich selber davon überzeugen will. In der Battle Szene, mit der Barbaren Horde im Kollosseum im Film Gladiator soll eine wilde Horde gezeigt werden. Von dieser Kostümierung hätte sich das damalige Publikum sicherlich nicht beeindrucken lassen.

Für eigene Quellen Überprüfungen benutzen sie gegebenenfalls Goggle in der italienischen Sprache. Das Zauberwort heißt Auxilien. Ebenfalls ist interessant zu erfahren dass es zwei Sklavenheere gab, die zum Spartakus Aufstand gehörten. Uns wird nur von den Fliehenden berichtet. Der zweite Teil entschied sich auf Gedeih und Verderb zum kompronisslosen Angriff gegen Rom. 

Es waren Germanen. Sie wurden zuerst gestellt. Sie hatten sich hauptsächlich mit einfachen Holzwaffen ausgerüstet. In der offenen Feldschlacht starben alle. Die römische Chronik vermerkte bedauernd, dass es die teuersten Sklaven Roms waren, die je verlustig gingen. Außerdem anerkennend dargelegt, dass nur bei einem einzigen Mann eine Wunde im Rücken gefunden werden konnte. Es sollen 5000 tapfere Männer gewesen sein.

DAS HARIERSCHWERT

DAS HARIERSCHWERT

Der vermutete Namensgeber unserer Familie. Dieses Viertel stammt von einem toten Baum. Die Schweizer nennen diese dreikantige Form Toblerone. Sozusagen das Matterhorn aus Holz. Überreste von Holzschwertern wurden auf dem Schlachtfeld von Kalkriese ausgegraben. Bekannt als die Varus-Schlacht.

Diese Harier Schwerter sahen aus wie gespaltenes Holz für den Ofen. Nur viel länger. Das Gewicht wurde von den Wissenschaftlern nach Ausgrabungsfunden auf etwa drei englische Pfund geschätzt.

Quelle: Martial arts expert History Channel "Warriors",
Germania defeats Roman oppressors with Terry Schappert.
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