Europas wilde Kornelkirsche.

Die Legende, das Holz, der Stock.

ERSTE WERKE

Jo Stab

JO STAB

Der allererste Stock, den ich in dieser Qualität für mich gemacht habe. Eine kleine Hommage an Ueshiba Morihei, dem Gründer der Aikido Kampfkunst. Das im Bild mein persönlicher Vorzeigestock. Das polierte Stück fühlt sich an wie eine Mischung aus Knochen und Marmor. Niemand möchte es wieder aus den Händen geben. Ein Handschmeichler.

ZIEGENHAINER

ZIEGENHAINER

Der allererste Versuch, diese hölzerne Fecht Waffe wieder zum Leben zu erwecken. Der geflügelte Satz "willste Holz" oder "holzen" für eine grobe Umgangsarte stammt aus seiner goldenen Zeit. Dieser Stock hier im Bild sieht immer noch aus wie ein verkürzter Hirtenstab. Witziger Weise sehen meine heutigen Hirtenstäbe aus wie verlängerte Ziegenhainer.

Die historische Kauf Form hat es mir angetan. Entnommen habe ich sie einem der reichbebilderten " Der Stocksammler" Hefte von Dr. Dieter W. Banzhaf. Ebenfalls ist diese Form dauehaft auf einem Stein eingemeißelt. Der ist  allerdings ist dem irischen Shilelaght zugeordnet.

Diese Form hat einen sehr praktische Hintergrund. Der Knauf rotiert in der geschlossenen Hand wie in einer Gelenkkapsel. Sozusagen von der Natur abgekupfert. 

ESKRIMA

ESKRIMA

Ein Familienpaket, für Vater Mutter und Kind. Schwarz ebonisiert mit Eisenessig. Braun geräuchert mit Ammoniak und gelb mit Berberin gebeizt.
Die Verfahren sind einschlägig im Internet und in der Fachliteratur beschrieben.

KUBOTAN

KUBOTAN

Ich hatte mich geradepraktisch mit dem Thema Tantra auseinandergesetzt. Die Form eines Beckenbodentrainers kam also nicht von ungefähr. Eine weibliche Trainingspartnerin bat darum, dieses ungewöhnliche Design auf eine Kornelkirsche in 220 mm zu übertragen. Zur Selbstverteidigung. Also müsste sie, wenn nötig, im Ernstfall nicht in ihrer Handtasche suchen. Das harte Öl-Finish haftet sofort durch die Handwärme. 

PILGERSTAB

PILGERSTAB

Extra gefertigt für die Wallfahrt nach Santiago de Compostela. Der Mann fand meine Telefonnummer nach über dreißig Jahren heraus und fragte, ob ich noch Stöcke mache. Mit dem Haken kann unterwegs Obst geerntet weden. Und zum aufhängen an der Garderobe ist er auch gut. Auf eine Metallspitze wurde verzichtet, damit sie nicht auf der Straße Nervenaufreibend klickt. Da Cornelian Kirsche nun mal sehr schlagfest ist würde der Verschleißgrad sehr gering sein.

RESSCOURCE

RESSOURCE

Meine erste alte wilde Kornelkirsche im Bild. Ihr fehlt bis heute kein einziger Ast. Sie ist bereits so alt, dass der Baum der sie umbrach und auf ihr lag, längst vermodert ist. Dass dieser Baum diesen Schaden verursachte, ist der Grund dass da einige gerade Schößlinge emporstreben. Wie lange das her sein mag. Ganz einfach. Nachmessen. Auf diesem Bergrücken hat das Kornelholz ein durchschnittliches Wachstum im Durchmesser von einem Millimeter. Der Umlaufende Jahresring ist durchschnittlich einen halben Millimeter stark. Je magerer die Bodendecke um so dichter die Jahresringe und um so härter das Holz.

Bevor alles losging, musste ich Kornelkirschen finden. Es gab nur alte Geschichten. Legenden, kein Internet und nur vage Ideen. Ich fragte Leute, die etwas wussten. Diese Odyssee dauerte etwa zwei Jahre. Die allererste Begegnung war ein Schock. Kaum ein Ast war länger als einen Meter lang. Die längeren Zweige waren wie ein Buchstabe S gewachsen. Diese wurden von den alten Schäfern in Leitern gestreckt und gerade unter Spannung getrocknet. Aufgrund der enormen Rückstellungskraft durften diese gebogenen Äste niemals nass werden.

Ich suchte irgendwann eigene Wege.


Debüt

DEBÜT

Ein Debüt für die Kornelkirsche.

https://www.youtube.com/watch?v=6LMCo0J13vY